Messtechnik: Software erleichtert die Auswertung

Mit messtechnischen Geräten erfolgt die Erfassung von physikalischen Größen. Dazu gehören die Größe, die Länge, die Zeit, die Temperatur, der Druck, die Masse und die Kraft. Die Messtechnik selbst ist die Grundlage der Automatisierungstechnik. Über Sensoren und Feinfühler an den Messgeräten werden bestimmte Widerstände entsprechend den zu messenden Widerstandsgrößen erfasst und über eine Steuerungseinheit die Werte aufgenommen. Anhand dieser aufgezeichneten Werte ist es möglich, über die in der Steuerungseinheit programmierte Regelungstechnik eine Anweisung oder einen Befehl zu verarbeiten und diesen dann auszuführen. Auf diese Weise funktionieren viele der industriellen Fertigungsmaschinen und computergestützten Verfahrenstechniken.

Besonders in der Elektronik ist die Messtechnik für technische Einstellungen und Fehlererfassungen unumgänglich. Aber auch in der Baubranche und in der Bauphysik wird der Einsatz der Messtechnik für zum Beispiel Gebäude- und Raumanalysen eingesetzt. Zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte, der Materialfeuchte, des pH-Wertes, des Luftdrucks oder der Luftgeschwindigkeit finden verschiedenste messtechnische Geräte ihren Einsatz. Ein bekanntes Beispiel ist aber auch die sogenannte Infrarot-Bauthermografie. Mit einer Infrarot-Kamera ist es möglich, die Wärme- und Kaltzonen an der der Gebäudewand aufzeichnen zu können und sogenannte Wärmebrücken aufzuzeigen. Andere wichtige Messtechniken der Bauphysik wie auch in anderen Anwendungsbereichen sind die Langzeitdatenerfassung, die Ermittlung und Darstellung von Abmessungen, die Bestimmung der Luftdurchlässigkeit, die Hohlraumanalyse, die Raumklimaanalyse und die U-Wert-Analyse.

Zu den Grundlagen der Datenerfassung gehören die Justierung und die Kalibrierung der Gerätesensorik. Jeder Sensor eines messtechnischen Gerätes ist fehlerbehaftet, wenn er nicht korrekt eingestellt worden ist vor einer Messreihenaufzeichnung. Die Kalibrierung erfolgt meist mittels Kontrollwerten nach einer Norm. Es gibt aber auch geräteabhängige Unterschiede hinsichtlich des Messbereiches, der Auflösung und der Genauigkeit. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Toleranzen der Sensoren in deren Datenerfassung. Die Datenübertragung zur Auswertung mittels einer Software erfolgt heute über serielle Schnittstellen, USB oder Bluetooth. Am effektivsten ist die Auswertung der Messwerte durch eine gerätespezifische Software, die diese Messwerte in Tabellenform und als Grafik verwertet. In diesen Programmen werden die Minimum- und Maximumwerte der Messdatenreihen ausgewertet und über interne Berechnungen daraus Durchschnittswerte, Standardabweichung und des Fehlerpotenzials ermittelt. Anhand der Messergebnisse können dann weitere Verfahrensschritte zur Angleichung der gemessenen physikalischen Größen an die anerkannten technischen Normwerte vorgenommen werden.

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